Archiv für Oktober 2014

Aber hier leben? Nein danke!

Thor-Steinar-Pullover und Deutschland-Schals….
Eindeutig unpolitische Fußballproblemkinder?!

Am heutigen Tag fand das treffen der Rechten Bewegung: „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) statt. Rund 2.500 gewaltbereite Hooligans aus der Grauzone und dem Rechten Spektrum versammelten sich am Nachmittag, um scheinbar „gegen Salafismus“ protestieren zu wollen. Der wahre Kern der Demonstration entpuppte sich schon mit dem Anmelder der rechten Partei: „Pro NRW“ vom Vorsitzenden Dominik Roeseler. Sympathisant_innen waren hierzu die German Defense League, der Nationale Widerstand Dortmund, die Rechte und einzelnen andere Rechte Gruppen und Parteien die im Vorfeld mit aufriefen.

Auf dem Bahnhofsvorplatz vor dem Kölner Dom fand dazu die antifaschistische Kundgebung: „Schulter an Schulter gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus“ mit etwa 1.500 Gegendemonstrat_innen um ein deuliches Zeichen gegen die Anstachelung und rassistische Hetze, pauschalisierung des Islams und einem „besinnten Nationalstolz“ zu setzen.
Der HoGeSa geht es nehmlich nicht darum, den Faschistischen Terror der IS in Norkudistan zu stoppen, sondern darum mit dem Thema des Islamischen Staates Angst zu schüren, Rassismus zu verbreiten und Ausgrenzung voranzutreiben.

Dies bewies sich mit den ersten Fußball-Hooligans die am Hauptbahnhof ankamen und:“Hier marschiert der Nationale Widerstand! Ausländer Raus!“ und „Deutschland den Deutschen!“ skandierten.

Immer wieder versuchten rechte Hooligans zum Bahnhofsvorplatz zu kommen, um die Gegendemonstration anzugreifen. Als die Demonstration der Hooligans los ging, wurden Menschen die scheinbar „nicht deutsch“ aussahen angespuckt, mit Böllern und Flaschen beworfen. Ganz im deutschen-Intus gibt es keine Erlaubnis mit der Presse zu reden, unter: „Nationaler Sozialismus“ Rufen kommt es zu mehreren Angriffen.
Mit Beendigung der Demonstration der Polizei, ließen sich die rechten Hooligans nicht einkriegen und spalteten sich in mehreren Gruppen ab, die durch Köln zogen und „vermeintliche Linke und Ausländer“ verbal sowie physisch angegriffen.

Im späteren Verlauf des Abends griffen gegen 20.10 Hooligans im Zug von Köln nach Münster eine Gruppe von Menschen anderer Herkunft an.

Die Chronologie des Tages lässt darauf schließen;

dass Rassismus, Homophobie, Nationalismus und jedes andere dreckige Ausgrenzungsmerkmal in dieser Gesellschaft am Leben ist! Das wir nicht aufatmen können, das wir uns nicht mit dieser Welt zufrieden geben können!
Das es uns ankotzt, eure Volksgemeinschaft, euer: „Wir gegen die anderen!“
Euer fehlendes Rückrat, ihr wollt alle: „Peace und Love“ und spitzt dabei euer Messer.

Deutschland soll sein Maul halten, gegen den rassistischen Konsens der Bundesrepublik!

Remagen Nazifrei: NS Verherrlichung stoppen!

Neben dem Bündnis NS- Verherrlichung stoppen! rufen wir auch im Bündnis „Remagen Nazifrei!“ am:

22.Nov. 2014 in Remagen auf gegen die Nazis zu Demonstrieren!

Aufruf zu den Aktivitäten gegen den „Trauermarsch“

Am 22 November 2014 wollen zum wiederholten Male Neonazis durch Remagen ziehen. Anlass für das jährlichen Event der rechten Szene ist ein sogenannter „Trauermarsch“ im Gedenken an die Rheinwiesenlager, Kriegsgefangenen Lager nach dem Ende des Krieges.

Wir das Bündnis Remagen Nazifrei wollen über die Nazis und ihre Versuche die Geschichte umzudeuten informieren und uns am Tag selber mit vielen verschiedenen Aktionen in der Stadt den Nazis „in den Weg stellen“.

Warum demonstrieren die Neonazis?

Als Anlass für ihre jährlichen Demonstrationen dienen den Neonazis die Reihnwiesenlager, US-Kriegsgefangenenlager wie eines unter anderem auch in Remagen vorhanden war. In diesem Lager, einem von 20, waren im Zeitraum von Frühjahr bis Herbst 1945 deutsche Kriegsgefangene untergebracht. In den Rheinwiesenlagern verstarben ca. 5000 bis 10000 Kriegsgefangene.

Die Neonazis, die behaupten es handele sich um mehrere Millionen Opfer, nehmen dies als Anlass um diese „Opfer“ zu trauern. Die Neonazis versuchen hier bewusst das „deutsche Volk“ als Kriegsopfer darzustellen um so die Gräueltaten des Nationalsozialismus zu relativieren.

Neonazis? Hier im Hinterland?

In Remagen finden seit 2009 jährlich Aufmärsche von Neonazis zur „Erinnerung“ an die Rheinwiesenlager statt. Der Aufmarsch hat es leider auf Grund von wenig Gegenaktivitäten und einer vor Ort zeitweise starken Neonarzi Struktur, dem Aktionsbüro Mittelrhein[ABM,] zum größten Neonaziaufmarsch in Rheinland-Pfalz entwickelt. Entgegen der allgemeinen Trends ist er außerdem einer der wenigen Nazi-Aufmärsche deutschlandweit der von den Teilnehmerzahlen nicht schrumpft sonder wächst.

Bis 2012 wurde der Aufmarsch vom „Aktionsbüro Mittelrhein“, einem überregionalen Koordinierungs- und Organisationsbüros gewaltbereiter rechtsradikaler Kräfte, organisiert. 26 Mitglieder des Aktionsbüro wurden 2012 Angeklagt u.a. wegen tätlichen Übergriffen und weil sie „eine Revolution und die Errichtung eines Staates nach nationalsozialistischem Vorbild“ anstrebten.

Es ist also deutlich, dass es sich bei den Organisatoren um organisierte und zur Gewalt bereiten Neonazis handelt denen es sich entgegen zu stellen gilt.

Kommt alle vorbei, lasst uns ihnen zeigen das sie unerwünscht sind.
Gegen Volksgemeinschaft, Rasse und Nation!

[Bonner Bande] Naziangriff in Bonn:

Presseerklärung, Sonntag, 5. Oktober 2013

Rechtsradikale Fußballfans des Bonner Sport-Club 01/04 e.V. greifen Bonner Kneipen an!

Am Freitag den 3. Oktober nach dem Finale des Kreispokals 2014 zogen rechte Schläger zur Musikcafe Limes und später zur Kneipe Bla.

Laut Zeugen handelt es sich unter anderem um Mitglieder des Fanclubs „Bande Bonn Ultras“, die mit organisierten Neonazis den Angriff auf die Kneipen starteten.

Etwa 8 rechte Schläger drangen gegen 21:30 Uhr ins Limes ein, riefen „Vaterlandsverräter und Antifa-Schweine, jetzt seid ihr dran“ und „wir
fackeln den Laden ab“
und schlugen mit den Barhockern um sich. Eine Frau wurde auf die Straße geschmissen, ein weiterer Gast wurde
niedergeschlagen.

Nur durch das beherzte Verhalten der Bedienung wurden die Nazis aus dem Laden gedrängt. Später zogen sie zum Bla, bedrohten dort die Gäste und zeigten den Hitlergruß. Eine Frau wurde von einem der rechten Schläger körperlich angegangen.

Dies sind nicht die ersten Übergriffe, die vor oder nach Fußballspielen von Fans des BSC verübt wurden. Es sind eindeutig politisch motivierte
Taten von rechten Schlägern. So griffen etwa 14 Personen in Farben des BSC am Sonntag den 21. September 2014 einen Informationsstand zu rechten Burschenschaften und Vertriebenenverbände an.

Für einen Fußball ohne Rassismus und Diskriminierung! Kein Schweigen über Nazis!

Hierachien, Arbeit, Scheiße.

    Raus auf die Straße, rein ins schöne Leben!
    11. Oktober 2014, 14:00 Uhr, Bonn Kaiserplatz

Wir solidarisieren uns und rufen dazu auf mit der Anarchistisch Syndikalistische Jugend Bonn, die am 11. Oktober 2014 um 14 Uhr unter dem Motto:
„Anarchismus – Selbstbestimmt. Herrschaftsfrei. Erreichbar.“ auf die Straße zu gehen. Die Demonstration startet um 14:00 Uhr am Kaiserplatz in Bonn und endet mit einer Kundgebung um 16:00 Uhr am Frankenbadplatz.

„Arbeit ist die letzte Zuflucht des Versagens“ (nach Oscar Wild)

In der alten Zeit schon, war der Begriff der Arbeit mit Beschwernissen, Anstrengung und Not verbunden und die Arbeit in Ihrer derzeitigen Kapitalistischen Verwertungslogik, der Gegenwart ist Ihrem Unsinnigigen Wertvorstellung weiter behaftet.
Sie bedarf keinem (auch wenn so hoch angepriesener) notwendigem Zyklus. Gar ist es ohnehin verwerflich den Men­schen, etwas aufzudrängen was ihm keine Freu­de bereitet.

Vom Staat erwünschte körperliche und psychische Arbeit, wird dem Menschen in die Hände gelegt. Um seine Machtbefugnisse nicht zu hinterfragen, wird schon von klein auf an, die Verwertungslogik von Mensch und Tier indoktriniert. Das eine 40 Stun­den Woche, in einem verkorkstem Büro etwas Schö­nes seien, dem Lebewesen selbst und seiner Umwelt gut tue. Ob wie im Marxismus-Leninismus oder anderen Kommunistischen Strömungen, gingen die bedeutenden Worte Karl Marx unter: „Das die Arbeit in seinem Wesen immer ein nicht freies und unmenschliches Privateigentum bedingte – und schaffen Tätigkeit ist“„Eine Kooperation, des Wi­der­spru­ches zwi­schen Ka­pi­tal und Ar­beit am run­den Tisch, zum Wohle des Stand­or­tes.“

Der Zwang in der kapitalistischen Verwertungslogik arbeiten zu müssen, ist so weit vertieft, das der Ver­lust eines Ar­beits­plat­zes als in­di­vi­du­el­les Ver­sa­gen und nicht als Folge einer nicht am Glück aller ori­en­tier­ten Ge­sell­schafts­ord­nung ist. Damit dies auch so bleibt keh­rt das: „Bundsamt für Arbeit“­, in denen nicht Ar­beits­wil­li­gen mit­tels Zwang die Liebe zur Ar­beit bei­ge­bracht wer­den soll­te, in Form von so­ge­nann­ten „Maß­nah­men“ durch. Der Zweck er­schöpft sich meist darin, dafür zu sor­gen, dass die Ar­beits­lo­sen die Rah­men­be­din­gun­gen eines Ar­beits­ta­ges, wie viel zu frü­hes Auf­ste­hen und das Nach­ge­hen einer nicht-​lust­vol­len Tä­tig­keit, nicht ver­ges­sen sollen.
Dass Mil­lio­nen von Men­schen nicht min­des­tens 40 Stun­den die Woche ar­bei­ten müs­sen und statt­des­sen, wie es so schön heißt, „fau­le Gelderschleicher_innen sind“, die Su­per­markt­re­ga­le trotzdem voll sind, lässt er­ah­nen, dass bei einer ver­nünf­ti­gen, an den Be­dürf­nis­sen der Men­schen ori­en­tier­ten Ge­sell­schaft, diese all­täg­li­che Pla­ke­rei nicht not­we­ndig wäre.

In ihrem Hass gegen „die da oben“ und „Spe­ku­lan­ten“ sind dann aber schnell wieder alle einer Meinung. Von ganz links bis nach ganz rechts wird das un­ter­stell­te/wirk­li­che ar­beits­lo­se Ein­kom­men als Grund allen Übels aus­ge­macht. Diese, ob ein­ge­stan­de­ne oder un­ein­ge­stan­de­ne, Tren­nung zwi­schen Schaf­fen­dem und Raf­fen­dem ist nicht nur eine fal­sche, son­dern auch ge­fähr­li­che Ant­wort auf die ge­sell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se.
Denn zum einen ist es dann der Staat, der die Un­gleich­ver­tei­lung des Reich­tums be­he­ben soll – sei es als „Ar­bei­ter-​ und Bau­ern­staat“, „Staat des gan­zen Volkes“ oder als das so­zi­al­de­mo­kra­ti­sche „Wir“.

Zum An­de­ren, weil die Auf­tei­lung in Schaf­fen­des und Raf­fen­des eine be­kann­te an­ti­se­mi­ti­sche Ar­gu­men­ta­ti­on ist, auch wenn sich ge­ra­de viele Linke da noch auf der si­che­ren Seite wäh­nen, nur weil somit ist der Zu­sam­men­hang zwi­schen An­ti­se­mi­tis­mus und Ar­beits­fe­tisch nicht – wie Nazis – von Jüd_innen, son­dern nur von „denen da oben“ spre­chen. Dies nicht zu­letzt in dem über dem Tor zum Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz-​Bir­ken­au an­ge­brach­ten Spruch: „Ar­beit macht frei“ deut­lich.

Es gibt eine rie­si­ge Grup­pe von Men­schen, die häu­fig einer dop­pel­ten Be­las­tung aus­ge­setzt sind, näm­lich Frau­en*. Zwar ist es in wohl­ha­ben­de­ren Krei­sen nicht mehr un­üb­lich, dass auch Män­ner* zum Bei­spiel Va­ter­schafts­ur­laub neh­men, ge­ra­de aber bei einem wach­sen­den in­dus­tri­el­len Er­satz­heer in Kri­sen sind es zu­erst Frau­en*, die wie­der in die un­sicht­ba­re Re­pro­duk­ti­ons­ar­beit an „Heim und Herd“ ver­schwin­den. Mit ihnen gerät auch ein ge­wich­ti­ger Teil der Ideo­lo­gie der Ar­beit, näm­lich der­je­ni­ge der Re­pro­duk­ti­ons­sphä­re, aus dem Vi­sier einer Öko­no­mie­kri­tik und Kapitalismuskritik. Die spe­zi­fisch weib­li­che Auf­op­fe­rungs­be­reit­schaft für Ehe und Fa­mi­lie greift wie ein Zahn­rad in die Ar­beits­mo­ral für Be­trieb und Stand­ort. Zur Über­win­dung der fal­schen Ge­sell­schaft muss auch ihr fal­sches Be­wusst­sein als Gan­zes be­grif­fen wer­den.

Arbeit ist nichts ewiges, es ist etwas geschichtliches: Keine Hierarchien, Luxus für alle – für die Befreiung des Kapitalismus!
Wenn möglich wird darum gebeten, in schicker Abendgarderobe zu kommen – willkommen sind alle!