Archiv für September 2013

Ein Zeichen gegen Homophobie

Heute, am 8. September 2013, fanden weltweite Aktionen gegen Russlands Gesetze gegen „homosexuelle Propaganda“ statt. Auch in Bonn wurde ein Kiss-Inn vor dem russischen Konsulat durchgeführt, um zu zeigen, dass Liebe stärker ist als Homophobie. Natürlich war auch die Antihomophobe Aktion Bonn mit von der Partie, genauso wie ungefähr 300 andere Menschen, die sich trotz schlechtem Wetters vor der Botschaft trafen. Auch wenn die Botschaft Sonntags leider geschlossen ist, sollte dieses Event doch als wichtige Zeichensetzung gelten, gerade wegen der hohen Beteiligung.

Weitere Aktionen fanden unteranderem in Berlin und Hamburg, aber auch in Rom, Sydney, und vielen weiteren Großstädten überall auf der Welt statt.

Nächste Woche Donnerstag ist übrigens wieder einmal ein offenes Treffen unserer Gruppe angesagt. Den Ort wissen wir noch nicht genau, aber es wäre nett, wenn ihr uns bei Interesse eine E-Mail schreiben könntet: equalrights@rise-up.de ist unsere Adresse, und wir freuen uns sehr darauf euch zu sehen!

Tо Яussia with Lоve.

Am gestrigen Montag hielt die rechtspopulistische Partei: „Pro Deutschland“ an mehreren Orten in Bonn, um gegen scheinbare Islamisierung und Linke Politik zu demonstrieren. Nach der Moschee am Schwarzenweg und dem Deutsch-Türkischen Kulturverein, fuhren sie an die Viktoriabrücke um auf der gegenüber liegenden Seite des Kult41 und der Ditib Moschee gegen Flüchtlinge, Islam und Linke zu hetzen. Etwa 300 Gegenprotestierende übertönten die unmenschliche Hetze gegenüber Andersdenkenden und ließen Ihnen keine Minute Ruhe. Im Abschluss war die Gegendemonstration erfolgreich, viele Menschen zeigten Flagge gegen Rechts – doch kann leider auch diesmal Kritik nicht weg bleiben.

Die Anwesenheit der „Sicherheitskräfte“ des deutschen „Rechtstaates“ war überdurchschnittlich hoch. Um es einmal in Zahlen zu nennen, kann man davon ausgehen das für jeden Demonstranten 2-3 Cops anwesend waren. Trotz einem äußerst friedlichen und offenen Aufruf, sahen sich die Teilnehmer_innen umzingelt. Neben 2 Kamerabeamt_Innen auf dem Dach, begleitete die Kundgebung auch ein Kamerawagen der jeden Einzelnen ins Visier nahm. Widerspruch muss ebenfalls gegen den offiziellen Polizeibericht eingelegt werden: Zwar wurde niemand festgenommen, aber dennoch zeigten die anwesenden Cops hohe Agressionsbereitschaft. Dies führte dazu, dass mehrere Personen willkürlich festgehalten, und Ihre Personalien aufgenommen wurden.

Gegen Polizeiwillkür und staatliche Repression!

Gegen jeden Nationalismus: ProHomo statt ProDeutschland!

Auch wenn diese Gegenaktion ein Erfolg war, ist damit die Arbeit noch nicht getan:

Am kommenden Sonntag, wird ein weltweites Kiss-In vor russischen Botschaften stattfinden. Neben Berlin, Sydney, Paris beteiligen sich auch Bonner_Innen an der Aktion. Als Zeichen gegen Homophobie küssen sich um 15.00 Uhr Protestant_innen jeglicher sexuellen Ausrichtung.

Öffentlicher Treffpunkt dafür ist um 13:45 auf Gleis 3 des Bonner HBF.