Archiv für Februar 2013

Aktiver Widerstand – 365 Tage im Jahr.

Sexismus und Homophobie betrifft jeden, immer und überall!
Wir haben keinen Bock mehr auf die ständige Diskriminierung die wir aufgrund unseres Geschlechts, unserer Sexualität oder unseres Aussehens erdulden müssen. Wir haben keinen Bock mehr uns immer allem anpassen zu müssen. Es ist uns egal ob wir dafür schiefe Blicke ernten oder man uns abwertende Kommentare an den Kopf wirft!
Wir haben nur ein Leben, und das gehört uns – und es ist definitiv zu kurz, um es damit zu verschwenden, sich gesellschaftlichen Konventionen zu unterwerfen!
Uns ist es wichtig, frei Schnauze zu sagen, was uns stört: Wir wollen weg von dem Image des „Jammer-Feminismus“ und der „Pinken Gay-Pride“ Bewegung – Wir sind wütend, und das zeigen wir auch!

Für eine gerechte Gesellschaft ist es unabdinglich, dass alle Mitglieder gleichwertig behandelt werden – doch das ist in Deutschland leider nicht der Fall:

Wieso sonst muss ein Mann schiefe Blicke erdulden, wenn er Röcke oder Kleider trägt?
Wieso sonst wird „schwul“ als Schimpfwort benutzt?
Wieso sonst werden starke Frauen sofort als „Kampflesben“ abgestempelt?
Wieso sonst wird ein Mensch aufgrund seines Geschlechtes bewertet und behandelt?
Doch dies alles ist vor allen Dingen ein gesellschaftliches Problem: Wir alle müssen an unserem Verhalten und unseren Gewohnheiten arbeiten, damit alle Menschen hier frei und selbstbestimmt leben können. Aber trotzdem ist der Schutz vor Diskriminierung aufgrund seiner sexuellen Orientierung nicht im Grundgesetzt verankert: Es gibt also keine Hilfe von staatlicher Seite gegen Erniedrigung und Herabsetzung aufgrund seiner Sexualität!

Wir, als die Antihomophobe Aktion Bonn wollen ein klares Zeichen setzen: Wir sind gegen Sexismus, Homophobie und Rassismus!

Liebe kennt keine Grenzen!

Demoaufruf: „Raise your voice – Your body, your choice!“

„Die Religion ist eine von verschiedenen Arten geistigen Joches, das überall und allenthalben auf den durch ewige Arbeit für andere, durch Not und Vereinsamung niedergedrückten Volksmassen lastet. […] Die Religion ist das Opium des Volks. Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenantlitz und ihre Ansprüche auf ein halbwegs menschenwürdiges Leben ersäufen.“ (Wladimir Iljitsch Uljanow)

Auch wenn wir als Antihomophobe Aktion Bonn, für die Religionsfreiheit sind unterstützen wir unter keinen Umständen fundamentalistische Strömungen, die die Menschen in ihrem individuellen Lebensstil einschränken wollen. Zu diesen Strömungen ist unter anderem auch die Gruppe: „EuroProLife“ zu zählen die schon seit Jahren mit Ihrer christlich-fundamentalistischen Glaubensauslegung nicht nur in Münster sondern in ganz Deutschland für Empörung sorgt. Auch dieses Jahr werden sie am 09.03 in Münster einen Ihrer Märsche durchführen, bei dem sie gegen das Recht der Frau auf Abtreibung protestieren und ihr homophobes und sexistisches Weltbild verbreiten. Wir sagen: „Gegen jeden Fundamentalismus – nieder mit Jesus und für den Feminismus!“ Für ein selbst bestimmtes Leben in Freiheit, Würde und Emanzipation – in dem wir leben, lieben und lachen können ohne uns rechtfertigen zu müssen. Jede Frau hat das Recht selbst zu entscheiden ob sie eine Abtreibung möchte oder nicht – Die Kirche und Gott haben damit nichts zu tun. „EuroProLife“ möchte uns also die Möglichkeit nehmen uns frei und unabhängig zu entscheiden.

Dagegen werden wir am 9. März auf die Straße gehen – und zwar nicht allein!

Wer sich uns anschließen möchte: Treffpunkt ist am 9. März um 7:15 auf Gleis 1 am Bonner Hbf

Weitere Informationen findet ihr auf der Seite der Antifaschistischen Linken Münster:

antifalinkemuenster.blogsport.de