Archiv für Januar 2013

Plenum 31.1.2013

Hallo liebe Menschen,

Nächsten Donnerstag, den 31.1.2013, ist wieder ein Plenum der Antihomophoben Aktion Bonn. Jeder tolerante Mensch ist uns herzlich willkommen. Wenn ihr euch also für unsere Arbeit interessiert und euch uns anschließen wollt, um für eine Welt frei von Homophobie und Sexismus, zu kämpfen, dann kommt doch bei uns vorbei! Wir treffen uns um 19 Uhr vor dem Limes in Bonn. Wenn ihr nicht wisst wo das ist, klickt auf den folgenden Link.
Wir freuen uns darauf euch zu sehen!

Das Deutschland, die Homophobie.

Während auf deutschen Schulhöfen Beleidigungen wie: ,,Schwuchtel!“ ,,Wie schwul ist das denn?“ oder ,,Bist du schwul oder was?“ immer noch zum homophoben Repertoire des klassisch all zu bekannten deutsch-deutschen Schulsystems gehören. Und der Staat als solches, es immer noch nicht für angemessen hält aktiver die bestehenden Zuständen ändern zu wollen. Leiden immer noch Millionen von Homosexuellen.innen unter diesen unzumutbaren Zuständen. Die Bundesregierung ruft zur Toleranz aus, doch die Bundesregierung redet viel wie die meisten wissen. Die Staats geförderten Stiftungen wollen mehr Akzeptanz, mehr Freiheit für die Menschen. Doch anstatt diese wahrhaftig durchzusetzen, gibt man sich mit „Reformen“ ab die im Endeffekt nichts bringen. Man muss einfach der Wahrheit ins Gesicht sehen.. Nach aktueller Gesellschaftlicher Lage, wird auch in Zukunft Homophobie Präsenz sein. Und unseren lieben Politiker im Bundestag, werden wichtigeres zu tun haben als dagegen anzugehen. Während in Frankreich 100.000 Menschen gegen die Eheschließung von Homosexuellen auf die Straße gehen, in Russland der Kuss unter Männern bald Strafbar wird. Sich auch Deutschland von Tag zu Tag am homophoben, sexistischen und ausgrenzenden Boden ernährt. Wird sich die Bundesrepublik wie gewohnt mit wichtigen Themen wie Bankenrettungen, Kapital Absicherungen und der Erweiterung des Niedriglohnsektors kümmern. Anstatt einmal auf die Bedürfnisse der Menschen zu zugehen, nicht die des kapitalistischen Absatzmarktes.

Vielerorts sind vor allem homosexuelle Muslime von ausgrenzender Homophobie betroffen, die in einer stark konservativ geprägten Gemeinschaft aufwachsen.
Die Homosexualität als sich wird verabscheut und man kann sich mit ihr keine funktionierende Gesellschaft vorstellen. Schwul sein und Muslim sein, ist nach Ansicht vieler ein nicht hinnehmbares Konstrukt, das nicht nur aus der Religion verbannt gehört. Sondern ebenfalls ausgeschlossen, verdrängt und kaum thematisiert wird.
Informiert man sich z.B über Youtube, wie Rechtsgelehrte über den Fall der Homosexualität denken, so erfährt man nichts weiteres als pure Abneigung. Mal ist die Rede von Steinigung, mal wird „nur“ davon geredet einfach als homosexueller Muslim seine wahre Identität zu verleugnen und somit irgendwann mal schon zum hetero sexuellen Mann/Frau zu montieren. Von Akzeptanz ist zwar die Rede, doch diese Bezieht sich nur auf das äußere auftreten. Zu sich stehen, sich öffentlich oder privat ausleben, oder gar manchmal seiner Liebe entgegen gehen ist und bleibt ein Tabu.

Zwar existieren in der muslimischen Welt Organisationen und Vereine, die sich gegen diesen Trend richten. Doch diese sind und werden auch den nächsten Zeitraum keine oder keine richtige Homophobie zerschlagen können. Insbesondere die staatlichen Rechtsschulen in Saudi Arabien, an denen die meiste Orientierung statt findet – erläutern eindeutig weder Reform bereit zu sein, noch an ihrem Standpunkt abzusehen das Homosexualität nicht unnatürlich sei. Bestraft werden müsse, ohne Hinterfragung jeglicher Menschenrechte. Denn Homosexuelle haben ja auch keine… das denken sie zumindest. Wie auch dieses Beispiel zeigt, ist unsere Welt bis jetzt absolut grausam und intolerant und man kann sich nur fragen, wo dieses ganze homophobe-macho Geprolle eines Tages noch hinführt.

Leider ist es besonders schwierig, die benannten Zielgruppen zum Gespräch zu bewegen. Denn unsere Politiker finden und fanden bis heute fast alles in der Bundesrepublik gut und sind richtig Stolz auf ihre ,,demokratischen'‘ Werte und ihr „wunderbares“ Deutschland. Zugleich sind die Sexistischen und Homophoben Individuen meist weder für „Raven gegen Deutschland!“ oder Genderseminare zu kriegen.

Aber Hey! Nicht den Kopf hängen lassen..
Asozial sein ist in! Wer braucht schon eine befreite Gesellschaft, wenn es doch bei ViVa den neuen Klingelton von Bushido auf’s Handy gibt?

(Geschrieben von freien Aktivisten.in* Dieser Text muss nicht in allen Punkten der Meinung der Antihomophoben Aktion Bonn entsprechen.)

Keine Hausbesetzung ist illegal .

Die Antihomophobe Aktion Bonn, zeigt sich solidarisch mit den Hausbesetzern/innen die am vergangenem Samstag den 05.01.13 das seit 4 Jahren leer stehende Unigebäude an der Meckenheimer Allee 160 der Universität Bonn friedlich besetzt haben. Und durch Androhung einer gewaltsamen Räumung, diese am folgenden Tag gegen 8 Uhr verließen. Wir verurteilen das Vorgehen des staatlichen Betreibers, innerhalb von einem längerem Zeitraum, keine gute und langfristige Verwendung gefunden zu haben. In einer Stadt wie Bonn, in der Wohnungsmangel an der Tagesordnung steht und vorallem Räumlichkeiten fehlen in denen sich Jugendliche frei und ohne Staatlichen Ordnungsruf bewegen können, es anscheinend keine Verwendung oder Sanierung für dieses Gebäude gab.

Freiräume müssen für Menschen erreichbar sein, in denen sie sich egal welcher Abstammung, sexueller Orientierung, Geschlecht und Aussehen frei und ohne Angst bewegen können. Die heutige Gesellschaft, braucht nicht kommerzielle Rückzugspunkte an denen Jugendliche sie selbst sein dürfen. Wenn der deutsche Staat dieses nicht genug einsieht, oder einsehen möchte. Ist es ohne Widerspruch, ein Recht dieses einzufordern. Wir sprechen aus diesem Grunde, unsere uneingeschränkte Solidarität mit denen aus, die aller wahrscheinlichkeit nach durch das Staatliche Justizsystem in den kommenden Monaten kriminalisiert werden. Und appellieren an die Betreiber/innen sich ein Herz zu fassen und ihre Strafanzeige zurück zu ziehen. Für ein Leben ohne Norm, ohne Unterdrückung und ohne Ausgrenzung. Für ein Leben der Freiheit und der Liebe. Diese gilt es zu erreichen, koste es was es wolle.