An Arbeit, ist nichts huldigbares zu finden.

Kommt am 1. Mai nach Bonn!

Demonstration: 14.00 Kaiserplatz
Straßenfest:: 16.00 Frankenbad

Wie auch in den vergangenen Jahren heißt es für uns am 1. Mai: “ Auf die Straße gehen, gegen Staat, Nation, Kapital und vor allem eines – Lohnarbeit!

Wir werden nicht den Konsens berufen, dass Lohnarbeit die natürliche Basis des Lebens ist und jenseits davon – gesellschaftlich wie individuell – nur Armut, Faulheit und Depression zu haben ist.
Die heutige Welt geht davon aus, dass selbst schlechte Arbeit doch besser als gar keine sei.
Auch die radikale Linke frönt zu oft noch diesem Arbeitsfetisch, wenn sie – mit Klassenkampfparolen – etwa den 1. Mai zum »revolutionären Kampftag« erklärt und für einen »gerechten Lohn« oder »selbstbestimmte Arbeit« eintritt.
Wir stellen uns dieser ideologischen Verklärung der Lohnarbeit anlässlich des 1. Mai dazu entgegen, da Lohnarbeit als Produkt und Voraussetzung der Zwänge im Kapitalismus zu begreifen ist und sich mit dem Verwertungssystem der heutigen Gesellschaft einbindet.

Die Misere hat System, sei es ein täglich durchzogener sexitischer Arbeitsalltag unter Kolleg_innen, der homophobe Chef am Nachbartisch oder das verstecken hinter einer heterosexuellen Beziehung, um einfach einmal nicht weiter angemacht zu werden.

Einbischen Musik dazu haben wir auch gemacht!

Radiosendung: Homophobie Im Alltag

erneut hatten wir einen Beitrag im Radio:

Hört doch mal rein!

Homophobie im Alltag

10 Gründe warum Homophobie uns alle angeht

Ist euch schon mal aufgefallen, wie oft Heterosexualität zur Schau gestellt wird? Paare, die händchenhaltend flanieren; Kolleg_innen, die auf der Arbeit von ihrem Freund erzählen; Politiker_innen, die auf Wahlplakaten mit Frau und Kindern posieren; Tanten, die ihren Neffen fragen, ob er schon eine Freundin hat. Wenn Thomas Hitzlsperger aber nicht länger verheimlichen möchte, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt; wenn lesbische, schwule, trans- und intergeschlechtliche Personen in der Schule berücksichtigt werden wollen, dann fühlen sich viele belästigt oder bedroht.

Menschen sind umso homophober, je stärker ihre Vorstellung davon ist, wie sich „richtige Männer“ und „richtige Frauen“ verhalten sollten (Whitley, 2001). Jugendliche, die es nicht gut finden, wenn Mädchen Fußball spielen oder Jungen weinen, lehnen auch Lesben und Schwule stärker ab. Homosexualität widerspricht klassischen Geschlechterrollen: Plötzlich ist unklar, aber wichtig, wer hier Mann und wer Frau in der Beziehung ist. Manche denken womöglich daran, wer die passive (und vermeintlich „unmännliche“) Rolle während des Analverkehrs innehat.

In unserer Gesellschaft wird Weiblichkeit* als etwas gesehen, das biologisch erworben wird, während Männlichkeit* immer wieder neu erkämpft und bewiesen werden muss (Vandello & Bosson, 2013). Wird sie in Frage gestellt, dann neigt Mann* danach stärker dazu, sie einmal mehr unter Männern* zu beweisen.
Homophobe Äußerungen sind dann eine wirksame Methode, um sich vom „nicht-männlichen Schwulen“ demonstrativ abzugrenzen. Besonders angegriffen fühlen sich offenbar Männer*, die sich zwar als heterosexuell definieren, aber dennoch von Männern* sexuell erregt werden.

Durch demonstrative Abwertung von offen schwulen Männern* können sie die bedrohte „Männlichkeit“ wiederherstellen. Eine neuere Studie bestätigt diese These und zeigt, dass Homophobie unter Frauen* und Männern* am höchsten ist, die sich zwar als heterosexuell identifizieren, deren spontan gemessene Reaktionen dieser Identität aber mitunter widersprechen.

Unter dem islamistischen Regime der ISIS in Syrien, wo die „auserwählten Muslime“, jede_n töten der nicht nach Ihren diktatorischen Regeln lebt. Dem Iran, dem Irak, dem Jemen, Mauretanien, Nigeria, Gaza, Qatar, Saudi Arabien, Somalia, Sudan und schlussendlich die Vereinigten Arabischen Emirate wo Homosexuelle öffentlich gehängt, gesteinigt und mit dem Mob durch die Straßen gejagt werden, erhebt sich die Borniertheit der Gesellschaft diejenigen zu ächten, die zu Ihrer Homosexualität, Trans*Sexualität, Bisexualität oder jeglicher anderen non-konformen vorgelebten Heterosexualität stehen.

Die bürgerliche-Mitte der deutschen Gesellschaft, hat damit natürlich nichts zu tun und Deutschland schwappt über von Toleranz und Weltoffenheit.

Das zeigte einmal wieder der 8. April 2014, als die Landesregierung Baden Württemberg den Entwurf zum Bildungsplan der: „sexuellen Vielfalt“ zurückzog, nachdem rechtspopulist_innen und christliche Fudamentalist_innen unter dem Deckmantel der „besorgten Eltern“ dagegen mobilisierten.

Deutschland an sich, tut sich besonders gut darin, seinen Finger projektierend auf die anderen zu zeigen.
Doch über 60% der deutschen wollen bis heute mit Homosexualität, möglichst wenig zu tun haben.

Wir liefern euch darum heute 10 Gründe warum Homophobie uns alle angeht: (!)

1. Wir sind nicht alle gleich, doch wir alle sind Menschen und verdienen denselben Respekt und dieselben Rechte. SOLANGE WIR NICHT ALLE FREI SIND, IST NIEMAND FREI!

2. Homophobie schürt Hass. In eine von Hass geprägte Gesellschaft zu leben, ist für niemanden erstrebenswert. MIT WELCHEM GESCHLECHT* ICH KNUTSCHE, RUMMACHE, KUSCHEL ODER SEX HABE GEHT JEDE_N EINEN SCHEIßDRECK AN!

3. Homophobie lässt Jugendliche glauben, es ist falsch nicht heterosexuell zu sein und macht Zuneigung zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen zu etwas ‚unnatürlichem‘. UNNATÜRLICH SIND NUR DIEJENIGEN DIE NIEMANDEN LIEBEN!

4. Homophobie verwehrt LGBTIQ-Jugendlichen die Chance jemals glücklich zu sein, da sie mit dem Gefühl aufwachsen, dass sie ein Teil ihrer Persönlichkeit zu einem ‚Freak‘ macht. WIR SIND ALLE INDIVIDUEN, SCHERT KEINE_N ÜBER DEN KAMM!

5. Homophobie kann Strukturen zerstören. Eltern von ihren Kindern entfremden oder Streit zwischen Geschwistern, Freund_innen hervorrufen. Dabei sollte gerade diese eine schützenswerte Gemeinschaft sein. LASST MENSCHEN SIE SELBST SEIN!

6. Homophobie führt dazu, dass auch heterosexuelle Jugendliche wegen vermeintlicher Homosexualität gemobbt werden. ‚Schwul, Weiblich*, Schwuchtel, Stricher, Tunte, Transe, Arschficker‘ darf keine Beleidigung sein – für niemanden.
MEIN KÖRPER, MEINE SEXUALITÄT, MEIN LEBEN!

7. Homophobie drängt Menschen in starre Geschlechterrollen, da sie vermittelt bekommen, das nur besonders männliche Männer und sehr weibliche Frauen ‚richtig‘ sind. KEIN MANN* SOLLTE JE WIEDER SEINEN MANN* STEHEN MÜSSEN!

8. Homophobie blockiert Kreativität und Ausdruck von Individualität. „STRAIGHT-ACTING“ IST BULLSHIT! SEI DU SELBST UND FOLGE KEINER ROLLE!

9. Homophobie provoziert Angst vor Andersartigkeit. KEINE TOLERANZ DER INTOLERANZ!

10. Homophobie diskriminiert die Eltern, die Kinder oder die Freunde von homo-, bi- und Trans*sexuellen Menschen.
WIR SIND KEINE EXOTEN, WITZFIGUREN ODER SEXBESSENE PARTYMENSCHEN! – WENN IHR FRAGEN HABT, DANN FRAGT EINFACH NACH!

(Textauszüge aus: Psychologie Heute)

Lass die Kirche im Dorf.

„Wenn Männer* schwanger werden könnten, wäre Abtreibung schon längst ein Sakrileg!“

Über Christliche Fundamentalist_innen, ihre 1000 Kreuze, deren Homophobie und den alltäglichen Sexismus der Normgesellschaft:

Am Samstag den 21. März fand in Münster wieder einmal der jährlich seit 2009 stattfindende „Gebetszug“ von fundamentalistische Christ_innen statt. In dem gegen Schwangerschaftsabbrüche, Verhütung, Sex vor der Ehe und Homosexualität protestiert wurde.
Am 21.03. gingen wir deshalb mit etwa 350 anderen Menschen unter dem Motto „Raise your voice – your body your choice“ auf die Straße.

Wir zogen quer durch die Innenstadt und stoppten für Redebeiträge zu den Themen: wie Schwangerschaftsabbrüche, staatliche Finanzierung von Kirchen, Ableismus (Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen/Behindertenfeindlichkeit) und Pränataldiagnostik (die Beiträge sind auf gegen1000kreuze.blogsport.de veröffentlicht).

Dazu gab es Grußworte an die Menschen in Stuttgart, die zeitgleich gegen einen Aufmarsch der „besorgten Eltern“ demonstrierten und in Nürnberg, wo Nazis eine feministische Demonstration angegriffen hatten.

Lautstark, gut gelaunt und mit viel Glitzerkonfetti verlief die Demonstration, bis zum Abschluss in der Aegidiistraße. Dort stürmte ein Trupp Polizist_innen in die Demo um einen Genossen im Schwitzkasten durch die Menge zu prügeln.
Einer der Hauptvorwürfe „Hinterlassen von Müll“ – er soll Konfetti geworfen haben.

Zusätzlich wurd ihm vorgeworfen von einem Stand von Verschwörungstheoretiker_innen zu viele Flyer zum Thema „Chemtrails“ mitgenommen zu haben.
Die brutale Festnahme durch die Polizei legitimiert abschließend dann auch noch den Vorwurf des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Mit ziemlicher Brutalität und prügelte die Polizei den 1000-Kreuze-Marsch durch die Innenstadt und verhinderte so fast vollständig Protest in räumlicher Nähe zu den christlichen Fundamentatlist_innen. Nichtsdestotrotz schafften wir es immer wieder an die Gebets-Route und konnten den Marsch kritisch flankieren.

Im Gegensatz zum Vorjahr ist die Gebetsquälerei der Euro-Pro-Life-Anhänger_innen um den Versammlungsleiter Wolfgang Hering wieder kleiner geworden. Rund 100 von ihnen trauten sich dennoch, sich mit Marienstatuen und Gebetsgejaule wieder zu Deppen zu machen. Hervorzuheben ist hierbei die Teilnahme von anerkannten Neonazis. Unter ihnen befand sich Marcel Huesmann (Jhg.1991), der seit Anfang diesen Jahres “Bezirksbeauftragter Münsterland/OWL” der NPD-Jugendorganisation “Junge Nationaldemokraten” ist.

Insgesamt ziehen wir ein positives Fazit des heutigen Tages, bedanken uns bei allen, die wieder mit uns ein klares Zeichen für den Feminismus, gegen religiösen Fundamentalismus und gegen Homophobie gesetzt haben.

Wir werden uns auch 2016 in Münster sehen, wenn es wieder heißt:
„Gegen jeden Fundamentalismus – nieder mit Jesus und für den Feminismus!“

Feminismus oder Barbarei.

Wir finden es wichtig am internationalen Frauen*kampf Tag, darauf aufmerksam zu machen, wie wenig heute Frauen öffentlich ihrer selbst und ihrer Arbeit gewürdigt werden. Daher haben wir heute Nacht einige Botschaften an Statuen, die wichtige Männer würdigen sollen, hinterlassen. Folgendes haben wir als Pressemitteilung an den GA, den Express und Schaufenster gesendet…

„Beethoven war ein guter Musiker und ist deswegen wichtig für Bonn. Mit unserer Kritik wollen wir nicht ihn als Person oder seine Musik kritisieren, sondern in welcher begünstigten Position er als Mann war, um überhaupt erst berühmt werden zu können. Die Tätigkeit von Frauen rückt geschichtlich gesehen oft in den Hintergrund, weil ihre Arbeit meistens auf Haushalt und Familie reduziert war. Damit dies nicht vergessen wird, halten wir es für sinnvoll, dass ihre Tätigkeiten öffentlich respektiert oder zumindest nicht bei der Würdigung berühmter Männer vernachlässigt wird.

In Anbetracht der Statur Ernst Moritz Arndts am Alten Zoll, fragen wir uns, wie es sein kann, dass immernoch ein Nationalist und Antisemit, der außerdem Französ*innen als die „bösen Juden“ beschimpfte, im öffentlichen Raum geehrt wird. In der Zeit des Nationalsozialismus‘ wurde Arndt auf Grund dieser Ansichten hoch angesehen, worauf auch die Namensgebung verschiedener Schulen (z.B. das Ernst-Motitz-Arndt Gymnasium Bonn) und Universitäten zurückzuführen ist.

Wir schlagen vor, dass wenn überhaupt, seine Erkenntnisse und Arbeiten, aber nicht er als Person gewürdigt werden. NS-kritische Personen sollten unserer Meinung nach im öffentlichen Raum mehr Platz erhalten. Isa Vermehren zum Beispiel studierte, unterrichtete und starb in Bonn (2009). Ihre Regime und Nationalismus Kritik äußerte sich in ihren Liedern, Kabarettstücken und ihrer Arbeit in der Wiederstandsgruppe „Solf Kreis“. Vermehren wurde verhaftet und in die Konzentrationslager Ravensbrück, Dachau und Buchenwald verschleppt.

Der Obelisk am Markt ließ 1777 Kurfürst Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels zu seiner Würdigung bauen. Die Kosten mussten von den Bürger*innen von Bonn getragen werden. Wir respektieren den historischen Wert der Marktfontaine, allerdings ist sie erneut auf eine öffentliche Darstellung (zudem in einer Phallus Form) eines Mannes in einer hervorgehobenen Position zurückzuführen. Wir wollen, dass diejenigen, die in Bonn etwas für die Menschen taten, geehrt werden, anstatt diejenigen, die sie ausbeuteten. Beispielsweise Klara Marie Faßbinder (1890-1974), eine Frauen und Friedensaktivistin, die sich zudem für eine deutsch-französische und eine west-östliche Verständigung einsetzte. Aufgrund dieser Aktivitäten wurde ihr 1953 ihr Lehrauftrag an der PH Bonn entzogen und 1955 wurde sie in vorzeitigen Ruhestand versetzt.

Sie und viele weitere wunderbare Frauen* haben unserer Meinung nach eine ähnliche Würdigung wie Beethoven, Ernst Moritz Arndt oder jegliche Kurfürsten in Bonn verdient, und das schon seit einer Weile – Es ist Zeit, dass Frauen* mehr öffentlicher Raum und Respekt zugestanden wird!

,,Hier wird ein ausbeutender, sexistischer Fürst geehrt!“

Kurfürst Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels ließ diesen Obelisken am Marktplatz nämlich 1777 zu seinem gedenken errichten – natürlich auf kosten der Bevölkerung Bonns. Sexistisch bezeichnen wir besagten fürsten, weil eine öffentliche Selbstdarstellung in dieser (phallus-)form darauf schließen lässt, dass er sich gerne über andere Personen gestellt sieht, allen voran natürlich Frauen*, die in den kulturen im westeuropäischen Gebiet in den Hierarchien normalerweise ganz unten waren. Außerdem kann antisexismus unserer meinung nach nur antiautoritär sein.

„Wo wird Klara m. Faßbinder – Frauen- und Friedensaktivistin – geehrt?“

wir finden, dass statt oder zumindest zusätzlich zu Würdigungen von fürsten auch grade Personen, die die Zukunft unserer Gesellschaft positiv mitgestalteten, öffentlich gewürdigt werden sollten – oder um keinen Personenkult zu veranstalten eben ihre arbeit. hauptsächlich wollten wir aber darauf aufmerksam machen, dass in bonn und wahrscheinlich den meisten anderen Städten Huldigungen von Personen ungleich abgebildet sind – alles historisch erklärbar, natürlich natürlich, dann ist es unserer Meinung aber an der zeit, dass eine Veränderung stattfindet, wenn wir doch heute nicht mehr in einer sexistischen Gesellschaft leben!

„Ich konnte nur berühmt werden, weil ich als mann öffentlich anerkannt war!“

Beethoven war ein bedeutender Musiker und sollte als solcher nicht vergessen werden. Auf der anderen Seite sollte jedoch auch nicht vergessen werden, dass er es als Frau* niemals geschafft hätte, diesen Status zu erlangen – abgesehen davon, dass er auf die Unterstützung im Haushalt auf Frauen* angewiesen war, um seiner Tätigkeit überhaupt so intensiv nachgehen zu können.

„Wir brauchen öffentliche Würdigungen der Tätigkeit von Frauen*“

Weil Frauen* aufgrund gesellschaftlicher Verhältnisse nicht auf gleiche weise wie Männer in die Öffentlichkeit gehen konnten, wird ihr dasein und ihre Tätigkeit, wenn wir von geschichtlichen Geschehnissen sprechen, meistens verschwiegen – sie werden unsichtbar. Dabei war ihre Arbeit keineswegs weniger bedeutend, als die einzelner Persönlichkeiten – Frauen, die im Haushalt arbeiteten/arbeiten sorgen für die Grundlage jeglicher gesellschaftlicher Ereignisse. Das sollte sichtbar gemacht werden um in unser Bewusstsein zu gelangen

„Ich war Nationalist, Antisemit und Sexist!“

Ernst Moritz Arndt wurde unter anderem von den Nationalsozialisten eben aufgrund oben genannter Einstellungen gehuldigt – daher auch die Namensgebung des e.m.a. Gymnasiums in Bonn (1938). Wir fragen uns, warum er trotzdem noch so eine Würdigung erhält, wie in der Statue am: „alten Zoll“ oder in dem e.m.a. haus – viele Leute haben tolle Erkenntnisse hervorgebracht, ohne scheiße zu sein.

Abgesehen davon sollte es nicht verschwiegen werden und als historische Begebenheit angesehen werden, dass Leute nationalistisch, antisemitisch, rassistische, sexistische, homophob oder trans*phob oder sonstwie scheiße gewesen sind – wir können Sachen nur verändern, wenn wir sie auch ansprechen.

„Hier sollte isa vermehren (ns-kritikerin) öffentlichen Raum bekommen!“

Statt Krieg sollten wir dem Frieden gedenken, welcher keine Selbstverständlichkeit ist.
Als Alternative zu Ernst Moritz Arndt dachten wir uns, dass Isa Vermehren, welche NS kritischen kabarett machte, der Widerstandsgruppe „Solf“ angehörte und dafür ins KZ deportiert wurde. Sie hat in Bonn gearbeitet und ist hier gestorben, der Bezug ist also da – wo ein Wille ist, ist ein Weg.

In Bonn müssen nicht nur kriegstreiberische instrumente (Kanonen), Antisemiten und Rassisten oder ausschließlich weiße, heterosexuelle Männer geehrt werden – wenn Personenkult schon sein muss, dann wenigstens von Menschen, die für etwas fortschrittliches stehen!